Erfahrungsberichte:

  • Endlich, man sieht Erfolge!

    Wir wollten eigentlich nur bei Zonki Urlaub machen, Zonki erzählte uns zwar, dass ihre Mitbewohnerin Hundetrainer ist und sie sich mal unsere Hunde angucken will, vor allen unseren Krümel. Aber irgendwie haben wir es schon aufgegeben, dass uns jemand helfen kann bei den Problemen, die wir mit Krümel haben. Da wir ja echt schon soviel ausprobiert haben (Hundetrainer und Lehrgänge), hat es leider nie einer rausbekommen, das Krümel sich aufführt wie ein Irrer, wenn wir an einem bellenden Hund vorbei sind. Er war ja auch sehr aggressiv und biss um sich, sodass er uns auch ab und zu erwischt hat. Keiner durfte uns zu nah kommen, z.B Guten Tag sagen. Auch da schnappte er nach der Person.
    Wir angekommen, stand da eine Frau höchsten 1, 60 groß, hm soll das die Trainerin sein????? Naja wir sind dann erstmal mit Zonki und den Hunden spazieren.
    Am nächsten Tag sind wir mit auf den Hundeplatz und Katrin sah sich unsere Hunde an, was sie können und wie sie sich verhalten.
    Grundgehorsam war soweit ok, doch bekamen wir nun auch zu hören, was wir alles falsch gemacht haben. Dann sind wir erstmal mit dem Rudel von Katrin - 11 Hunden -, Zonkis Hunden und noch ein paar vom Hundeplatz spazieren gegangen.
    Wir etwas Panik. Katrin meinte, so nun beruhigt ihr euch, ich hab eure Hunde im Blick, wenn eine brenzlige Situation kommt, sag ich es euch und ihr ruft eure Hunde ab. Hier hat sie uns bei den Spaziergängen viel über Mimik und Körpersprache erklärt. Es war auch krass zu sehen, wie sie jeden einzelnen ihrer Hunde für die Therapie eingesetzt hat und wie ihre Hunde sie bei dem Job unterstützen..
    Es lief alles sehr gut ab, keine Unruhe kam auf und Katrin machte sich wieder ein Bild von unseren Hunden. Nach dem Spaziergang gingen wir noch auf einen REWE - Parkplatz, um dort zu sehen, wie unsere Hunde auf Menschen reagieren (besonders der Krümel, da er ja nach fremden Menschen schnappt, wenn sie uns zu nah kommen). Hier setzte sie auch wieder 2 ihrer Hunde ein. Sie provozierte den Krümel mit einem bellenden Hund und da flippte der Krümel aus, so wie wir es beschrieben haben. Da sie sehr nah am Krümel stand, hat er nach ihr geschnappt (er hatte ein Mauli an). Da sie nicht zurückwich, schnappte er nach Herrchen. Sie hat uns dann erklärt, wie wir sozialkompetente (so war ihr Ausdruck) Rudelführer sein können und wie wir unsere Hunde besser an uns binden können.
    So das war es erstmal an diesem Tag. Am nächsten Tag sind wir erstmal wieder mit auf den Hundeplatz und durften an der Gruppenübung teilnehmen, danach wieder ein Spaziergang mit ihren Hunden. Später sind wir auf den Bahnhof gefahren und das Training fing nun an. Wir waren ja immer noch ein bissel skeptisch, aber was soll ich sagen, nach diesem Tag hat schon einiges gefruchtet, auch wenn noch nicht perfekt, aber Ansätze konnte man sehen. Nun trainierten wir jeden Tag und von Tag zu Tag wurde es besser, so konnten wir am 5. Tag an einem (fremden) bellenden Hund vorbei, ohne das unsere beiden auch Theater gemacht haben. Das Üben an vielen verschiedenen Orten mit völlig unterschiedlichen Situationen (Wanderpfad, Hundeplatz, Bahnhof, Baumarkt, Rewe-Parkplatz) war auch unheimlich wichtig und hilfreich - sowohl für uns als auch für die Hunde.
    Nun müssen wir üben üben üben, damit es sich nun festigt.
    Endlich haben wir mal so richtige Erfolge gesehen bei einem Training. Ich kann nur jedem raten, wenn ihr Probleme mit euren Hunden habt, ruft die Katrin an und macht einen Termin. Diese Frau ist einfach nur klasse.

    Antje und Emil mit Krümel und Thyra

  • Mein Troll und ich
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    Es begann am 17. November 2006. An diesem Tag kam Troll, ein deutscher Schäferhund, im Alter von 9 Wochen in meine Familie. Unser Dackel Max, ein siebenjähriger Rauhaardackel, begrüßte ihn herzlich. Troll wurde von Max in dessen geheimste Verstecke, Schlupflöcher und Buddellöcher eingeweiht. Sie verstanden sich auf Anhieb und daran hat sich seitdem nichts mehr geändert. Troll lernte an der Leine zu laufen, fremde Menschen kennen zu lernen, Autofahren, kurz, alles, was seine Umwelt ausmachte und künftig ausmachen würde.
    Tja und eigentlich hätte Troll meiner Meinung nach auch sofort in die Welpenschule gehört, um soziales Verhalten mit anderen Hunden unter fachmännischer Anleitung zu üben. Es gab ja nicht nur Max, sondern auch andere Hunde. Und damit hatte ich ein Problem. Mein vorheriger Schäferhund, Castor, war im Welpenalter von einem Rüden gebissen worden. Von Stund an war Castor aggressiv, sobald er fremde Hunde sah. Und ich, ich machte gleich einen Umweg um jeden fremden Hund. Mit Troll sollte das von Anfang an gleich anders sein, das hatte ich mir geschworen. Von daher eben auch sofort in eine Welpenschule. Doch da rannte ich gleich gegen eine Betonwand – der Tierarzt erklärte mir telefonisch, dass Troll auf keinen Fall eine Welpenschule besuchen dürfe, bevor er nicht geimpft worden wäre. Gute 2 Wochen (Anfang Dezember) später konnte Troll dann endlich geimpft werden. Aber Welpenschule ? Nichts da. Erst wenn der Impfschutz wirksam sei.
    Also übte ich mit Troll weiterhin alleine. Dabei fiel mir auf, dass er im Dunkeln schlecht sehen konnte. Er war ziemlich eigenartig, knurrte z. B. Menschen an, die uns begegneten. Er ließ sich kaum von Fremden anfassen. Er schnappte nach Händen. Seine Nackenhaare standen mehr oben als unten. Na klasse, dachte ich, dieser kleine Kerl ist ja jetzt schon aggressiv. Das kann ja heiter werden !
    Und Fortsetzung folgte (Weihnachten) – die Begegnung mit dem ersten fremden Hund bei einem Spaziergang artete in einem Fiasko aus. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ stürzte Troll sofort auf den anderen los. Der blieb wenigstens obercool, da er erfahren war und Troll seinen Welpenschutz zugestand.
    Das war für mich das absolute Alarmsignal. Ende Dezember war ich, Tierarzt hin oder her, in der Hundeschule Dog Team Münsterland. Der Anblick der Welpengruppe ließ Troll zu Höchstform auflaufen. Geifern, sabbern, knurren, bellen, Nackenhaare hoch, Leine zerren…….full power at top speed. Mir rutschte das Herz in die Hose. Die Trainerin meinte, der Hund sei doch eher unsicher und zwar weil ich es wäre. Ich hätte wohl Probleme, Troll mit anderen Hunden zusammen zu lassen und abzuwarten, was passiert. Klar hatte ich die, mich an Castor erinnernd und an all die Ereignisse mit Troll bisher. Ich solle es mal probieren, ihn von der Leine zu lassen. Ich habe es probiert. Troll verbiss sich umgehend in eine kleine Hündin, heute übrigens seine beste Freundin. Mein Verhältnis zu meinem Schäferhundwelpen erreichte seinen Tiefstpunkt. Mit Zittern und Zagen dachte ich daran, dass ich fortan jeden Dienstag und Samstag in der Welpenschule erscheinen sollte. Das hatte man mir nämlich zur Auflage gemacht, so ich je erreichen wolle, dass mein Hund sich anders benimmt.
    Bei der Folgeimpfung, 4 Wochen später (Anfang Januar 2007)), schnappte Troll gleich nach der Hand des Tierarztes. Ich bekam zu hören, der Hund sei „im Wesen nicht astrein“, sprich falsch und verschlagen, zudem aggressiv. Das baute mich nun natürlich erst recht nicht auf. Auch ich hatte ja bereits Sorgen wegen der Kampfeslust meines Trolls. Jetzt war ich erst recht verunsichert.
    Meine Unsicherheit führte dazu, dass ich in den folgenden zehn Monaten ein Intensivtraining mit Troll absolvierte. Ich ging dreimal die Woche zum Benimm-Training, nicht nur zu Dog Team, sondern auch noch zu zwei weiteren Hundeschulen. Kurs folgte auf Kurs: Gehorsam I, Gehorsam II, Mix I und Mix II. Außerdem trainierte ich auch privat mit Troll. Zusammen mit Ulrike und ihrer Hündin Bonnie lief ich Kilometer um Kilometer an den verschiedensten Orten. In der Stadt und auf dem Land. Auch Ulrike erzählte mir ständig, keep cool and get lässig. Du bist die Unsicherheit in Person und Troll hält sich an dich als seinen Rudelführer. Kein Wunder, dass er so ist.
    Troll gehörte fast ein Jahr bereits zu mir. Zu mir ? Nein, darüber war ich mir keineswegs im Klaren. Bisher hatte der Hund mich nur Nerven gekostet, ich war gestresst. Meine Angst, einen aggressiven Hund zu haben, war keineswegs geringer worden. Meine Freunde und Bekannten mussten mich in einem fort aufbauen. Auch das Dog Team Münsterland bemühte sich sehr um mich. Aber ich hatte eigentlich überhaupt kein richtiges Verhältnis zu meinem Hund. Sogar meinen lang ersehnten und mehr als verdienten Urlaub musste ich absagen. Ich traute mir einfach nicht zu, mit diesem Hund an meinem langjährigen Urlaubsort einzutreffen. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Und ich verstand es auch nicht. Denn ich hatte zuvor schon Schäferhunde gehabt. Was war mit diesem Hund los? Warum hatte ich so ein aggressives Tier? Bei dem mir ständig die Alarmglocken schrillten, sobald uns ein anderer Hund begegnete. Troll isolierte mich völlig. Und das wollte ich nicht.
    Doch dann passierte etwas, was meine Beziehung zu Troll von Grund auf änderte. Etwas, an das ich schon gar nicht mehr geglaubt hatte.
    Mitte Oktober 2007 nahm ich an einem Seminar teil: „Der gesellschaftsfähige Begleithund“. Ein Seminar von und mit Katrin Scholz und ihrer Rasselbande (zehn Hunde). Es war ein weiterer Versuch von mir. Hingefahren bin ich mit gemischten Gefühlen. Und prompt lief es wieder nach demselben altbekannten Muster: bei mir (Panik los und Schweißausbrüche), Troll knurrend an der Leine als wild gewordener Handfeger. Allerdings eines war doch von Anfang an gleich anders. Troll begrüßte Katrin ganz freundlich. Zunächst hatten Troll und ich eine „Verschnaufpause“. Mit den Seminarteilnehmern nahmen wir an einem vierstündigen Gespräch teil. Troll und ich mussten allerdings ganz hinten sitzen, damit mein Hund keine anderen Hunde sehen konnte und sich wieder beruhigen konnte. Und dann, dann ging es raus. Troll war zunächst an der Leine, während die anderen Hunde frei herumlaufen durften. Diese kamen auch freudig auf ihn zu. Troll schnappte sofort nach ihnen. Sogar nach den obersten vier Rudelführern. Tja, und das ließ sich der Oberboss nun nicht gefallen. Erstmals durfte mein Hund die Erfahrung machen, dass er sich unterzuordnen hat. Ich ließ sofort die Leine los. Troll lag im wahrsten Sinne des Wortes unter dem obersten Rudelführer, zu dem sich dann auch noch die weiteren drei gesellten. Ich hatte Panik in den Augen, aber Katrin beruhigte mich. Ihre Hunde würden das schon regeln, da müsste ich mich jetzt ganz und gar heraushalten. Während ich meinen Hund beobachtete, ging mir auf, dass Troll sich unterordnen konnte und wollte. Und das bedeutete, dass er ja gar nicht aggressiv war. Er hatte bisher einfach nur eine große Schnauze und Angst, Unsicherheit gehabt. Er war ein Schaumschläger. Katrin bestätigte dies.
    Die zwei Tage mit Katrin und ihrer Rasselbande brachten mir mein Selbstbewusstsein zurück. Ich ging mit 22 Hunden spazieren und meiner war mit dabei. Es hatte ihm nichts ausgemacht, sich zu unterwerfen und fremde Hunde anzuerkennen. Meine Unsicherheit verringerte sich zunehmend. Ich konnte meinen Hund mit anderen Augen sehen. Ich hatte verstanden, dass viel an mir selbst gelegen hatte. An meinem Verhalten. Ich lernte meinen Hund erstmals unbefangen kennen. Ich lernte meinen Hund eigentlich überhaupt erst einmal kennen. Ich konnte erstmals anfangen, Ängste abzubauen und mich über meinen Hund zu freuen. Ihn so zu nehmen, wie er ist. Ihn zu verstehen.
    Von November 2007 bis Januar 2008 nahm ich mit diesem Wissen an einem Gehorsam III Kurs (Dog Team Münsterland) erfolgreich teil. Wir freuten uns zu zweit – mein Troll und ich. Wir waren ein Team. Endlich !
    Wir lernen immer noch, miteinander umzugehen. Auch meine Ängste und Unsicherheit sind noch nicht völlig verschwunden. Es gibt immer wieder Situationen, wo sie wieder zum Vorschein kommen. Aber das Dog Team Münster, dem ich von Anfang an viel zu verdanken habe, steht mir noch immer zur Seite. Und baut mich wieder auf, wenn ich doch einmal wieder verzagen möchte.

    Und Katrin mit ihrer Rasselbande ? Wir werden sie im März in Gießen besuchen, Troll und ich. Damit wir eines Tages ein Spitzenteam sind.
    Im übrigen kann ich nur jedem, der einen Welpen zu sich nach Hause holt, empfehlen, eine Welpengruppe mit anschließender Junghundgruppe aufzusuchen. Vorab sollte man diese Hundeschule genauestens unter die Lupe nehmen, und genau darauf achten wie dort gearbeitet wird. Im Kreise Gießen kann ich die Hundeschule von Katrin Scholz bestens empfehlen.
    Bei Katrin habe ich gelernt, nur ein selbstbewusster Rudelführer ist ein guter Rudelführer. Mit diesem Motto arbeite ich seit Oktober mit meinem Troll. Die Erfolge sind augenscheinlich.

    Ach ja, in diesem Jahr geht es auch gemeinsam in Urlaub – an meinen langjährigen Urlaubsort.
    Alles Gute für alle Hundehalter.

  • Tims Entwicklung

    Mein Hund heißt Tim, ist ein Schäferhund- Border-Collie-Mix und heute 10 Jahre alt. Wir bekamen ihn als Welpen und hatten die ersten Jahre auch keine größeren Probleme. Aber Tim entwickelte sich zu einem sehr dominanten Rüden, der sich eigentlich mit keinem anderen Hund vertrug, obwohl er nie schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht hatte. Bei jedem Spaziergang gab es einen riesen Kampf, sobald ein anderer Hund auftauchte. Da Tim ca 35kg wiegt war das kein Spaß und hatte zur Folge, dass wir nur noch dort mit dem Hund gingen, wo wir garantiert allein waren und ihn auch nirgendswo mithinnehmen konnten. Freilaufen ging gar nicht, da er auf Kommandos gar nicht hören wollte.

    Als die Situation nicht mehr zu ertragen war, hab ich mir Hilfe gesucht. Ein befreundeter Züchter hat mir Katrin Scholz empfohlen. Nachdem sie sich Tim angeschaut hat und ihn "in Action" erlebt hatte, nahm sie ihn 10 Tage zu sich, sozusagen für eine Grunderziehung und wir haben angefangen nicht nur an Tims Erziehung zu arbeiten, sondern auch an unserer. Schnell war zu sehen, dass das mindestens genauso wichtig war. Durch Katrins Hilfe hört Tim heute auf Kommandos, man kann entspannt mit ihm spazieren gehen und ihn sogar frei laufen lassen. Wir haben zusammen den Hundeführerschein gemacht, die Ausdauerprüfung abgelegt und sind schon im Rudel mit zehn Hunden spazieren gegangen.

    Rückblickend kann ich sagen, dass wir Tim ohne Katrins Hilfe sicher nicht hätten behalten können.

    Birgit Marchi mit Tim

  • Vom Tyrannen zum Teddybären
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    Benji kam als Welpe zu uns. Ich hatte vorher schon drei Schäferhunde und zuletzt eine Border-Collie Hündin. Als ich die Border-Collie-Hündin als Welpe holte, wußte ich nichts über diese Rasse. Border-Collies waren zu dieser Zeit in Deutschland noch sehr selten. Ich hatte nur mal gelesen, dass Border-Collies die intelligentesten Hunde der Welt seien. Da ich zu dieser Zeit drei kleine Kinder hatte, dachte ich, wenn sie so intelligent sind, brauche ich mich mit der Erziehung nicht sehr anstrengen. Diese Hündin wurde zum absoluten Traumhund. Sie liebte uns und die Kinder über alles. Sie begleitete uns überall hin und war überall gerne gesehen. Am liebsten fuhr sie mit uns in den Urlaub. Obwohl sie zum Schluß unheilbar krank war, haben wir sie doch mit in den Urlaub genommen um sie nicht alleine zu lassen. Sie starb in meinen Armen und wurde an einem wunderschönen Platz in Kroatien beerdigt.
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    Da stand es außer Frage, dass wieder ein Border-Collie ins Haus kam. Vor zweieinhalb Jahren kam dann Benji. Dieses Mal hatte ich mehr Zeit und ich wollte einen Hund, der etwas mehr lernte, als die Hunde, die ich bisher hatte. Also besuchte ich mit Benji gleich die Welpenschule, anschließend die Junghundeschule und dann den Begleithundkurs.
    Im Alter von 5 Monaten nahmen wir ihn mit in den Urlaub nach Griechenland. Schon in den ersten Tagen dort, biss er zum ersten Mal zu. Dies geschah in diesem Urlaub noch 3-4 mal. Er wurde immer unberechenbarer. Zurück in Deutschland wurde es immer schlimmer. In der Hundeschule suchte ich Hilfe und schilderte meine Erfahrungen. Zur Antwort bekam ich immer nur „das ist bedenklich“. Lösungen wusste man dort scheinbar nicht. Wir machten noch den Begleithundkurs und fielen mit Pauken und Trompeten durch die Prüfung. Benji biss in der Zwischenzeit immer häufiger zu. Wenn Besucher zu uns kamen, musste ich ihn vorher wegsperren. So hatte ich mir das Leben mit ihm nicht vorgestellt. Er sollte uns überall hin begleiten, so wie ich es von seiner Vorgängerin gewohnt war. Die Sache mit den Besuchern sprach ich auch in der Hundeschule an. Der Trainer: „Leg’ an die Haustüre Leckerlies, die die Besucher ihm zuwerfen, wenn sie kommen.“ Ich meinte: „Glaubst du, der nimmt ein mickeriges Leckerlie, wenn er einen ganzen Schinken haben kann?“ Man drängte mich, ihn kastrieren zu lassen. Dann würde sich alles ändern. Dies tat ich dann auch. Geändert hat sich nichts – im Gegenteil.
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    Nach der durchgefallenen Prüfung bin ich nicht mehr zur Hundeschule. Danach wurde es noch viel schlimmer. Er rastete immer häufiger aus und wurde auch uns gegenüber aggressiv. Manchmal hatte ich richtige Angst vor ihm. Er verbellte Hausdächer und Baumkronen. Jeder Spaziergang wurde zum Alptraum. Katzen, Jogger Fahrradfahrer, Kinder, Inliner, Autos usw. wurden gejagt. Benji war in diesen Situationen nicht ansprechbar und wenn ich ihn an der Leine zurückzog, biss er nach mir. Wenn andere Hunde kamen, eskalierte die Situation völlig. Bei Spaziergängen hatte ich ihn mit Geschirr, Maulkorb und Halti gesichert und bin nur noch mit dem Auto weit rausgefahren, wo ich wusste, dass ich niemanden treffe. Die Situation wurde immer krasser. Dann beschloss ich, ihn wegzugeben, denn ich wurde nicht fertig mit ihm. Einige Leute interessierten sich auch für ihn, aber wenn sie ihn in Action sahen, wollte keiner diesen Tyrannen. Ans Tierheim dachte ich auch, aber ich glaube, dort hätte man ihn eingeschläfert, wenn er sich dort von dieser Seite zeigen würde. Dies konnte ich dann doch nicht, denn ich hatte ihn trotz allem gern. Zuhause war er ja friedlich und ruhig. Also beschloss ich, es doch noch mal mit ihm zu versuchen und suchte Hilfe. Über’s Internet fand ich die Seite von Katrin Scholz und rief sie an. Wir vereinbarten einen Termin und sie schaute sich Benji bei uns zu Hause an. Sie gab mir keine Garantie, dass wir ihn hinkriegen würden, aber wir würden es versuchen. Halti und Geschirr wurden eingemottet und er bekam wieder ein Halsband. Dann gingen wir an die Straße und sie nahm Benji an die Leine. Bei ihr konnte Benji plötzlich „Fuß“ gehen. Er war ganz kleinlaut. Er ging an den verhassten Inlinern und Autos vorbei ohne auszurasten.
    Katrin stellte einen Plan auf, wie ich mich in welchen Situationen verhalten sollte und wir trainierten dies. Auch stellten wir sein Futter um, um auch hier das Aggressionspotential auszuschalten. Schon diese eine Stunde wirkte wahre Wunder. Wir trainierten täglich. Ich konnte wieder durchs Dorf gehen ohne unangenehm aufzufallen.
    Benji hatte mich bis dahin nie angeschaut, wenn wir unterwegs waren. Er nahm mich einfach nicht für voll. Jetzt schaut er mich ständig an. Wir haben noch ein paar Privatstunden bei Katrin absolviert und viele gefährliche Situationen provoziert. Heute kann ich mit Benji ohne Leine spazieren gehen. Fahrradfahrer, Inliner, Autos usw. interessieren ihn nicht mehr. Er schaut mich ständig an und orientiert sich jetzt an mir. Durch die früheren schlechten Erfahrungen leine ich ihn noch bei Kindern an, um nichts zu riskieren. Jetzt fällt er im Dorf durch sein vorbildliches Verhalten auf und viele Leute sprechen mich an, was ich mit ihm gemacht habe. Früher, wenn irgendwo geschossen wurde oder die Sirene anfing zu heulen oder es gab ein Gewitter, tickte er völlig aus, rannte umher und bellte wie ein Wahnsinniger. Heute erschreckt er auch noch, aber er schaut mich an und beruhigt sich sofort, wenn er merkt, dass ich mich nicht aufrege.

    Zwei Jahre lang hat er mir den letzten Nerv geraubt und in zwei Monaten hat er eine Wandlung vollzogen, die niemand für möglich gehalten hätte. Die Erziehung wurde erfolgreich verändert, das Futter wurde umgestellt und vor ein paar Wochen hat uns Katrin noch eine ganz liebe 4jährige Schäferhündin dazu vermittelt. All dies zusammen hat zu diesem Erfolg beigetragen. Heute habe ich riesigen Spaß mit ihm und freue mich jeden Tag, dass wir durchgehalten haben. Benji ist jetzt ein verschmuster Teddy geworden. Wir gehen weiter zu Katrin in die Hundeschule und werden demnächst den Hundeführerschein machen.

    Judith mit Benji

  • Rocky
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    Vorgeschichte:
    Rocky machte seinen Herrchen und Frauchen das Leben schwer:
    Er zog so stark an der Leine, dass sogar ein Spaziergang nicht mehr möglich war. Er pöbelte andere Hunde an und zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite.
    Verzweifelt wandte sich die Familie an Katrin Scholz, um Rocky in einen Erziehungsurlaub zu geben.

    Vor gut einem Jahr bekamen wir unseren Rocky. Ein Schnautzer - Dalmatiner - Mix. Eigentlich ein ganz lieber. Aber, vorsichtig ausgedrückt, ein wenig aufgeregt. Also was tun?
    Hundetrainer und somit Hilfe suchen. Viele Trainer und noch mehr Ratschläge hat man uns gegeben. Änderungen? Nein !!!!!
    Es wurde eher noch schlimmer. Training in der Hundeschule? Unmöglich. Das gleiche an der Leine. Nur Theater. Stadt, Restaurant oder ähnliches. Undenkbar.
    Dann kam der Tip eines Bekannten. Der war Katrin Scholz.

    Also anrufen und nach einigen Wetter - Problemen ein Treffen mit Dir. Du kamst mit einem Teil Deiner "Liebsten" und Florian im Schlepptau.
    Dann drei Stunden Gespräch und Info mit Dir.
    Kurz entschlossen habe ich Dir den "Verrückten" anvertraut.

    10 Tage warten. Zugegeben mit einem flauen Gefühl im Magen. Dann endlich der Tag der Abholung. Inge und ich sind natürlich total aufgeregt.

    Dann die Überraschung. Wir bekommen einen ganz anderen Hund wieder. Und natürlich auch eine "Bedienungsanleitung" dazu. Und das alles noch zu einem völlig fairen Preis.
    Auf dem Weg nach Haus der erste Test. Und zu Hause geht es auch so gut weiter. Kirmes, Restaurant und Training im Hundeverein, alles ganz ohne Probleme. Großes Staunen bei allen die Rocky vorher kannten. Das ganze wurde dann noch durch das Seminar in Wathlingen abgerundet.
    Zum Abschluss noch mal Danke. Ich kann allen Hundebesitzern, die Probleme haben, nur Deine Hilfe emfehlen. Also, Hund zu Katrin und dann klappts auch mit dem Nachbarn.

  • Mein kleines ängstliches Hündchen...
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    Eine Woche vor dem Seminar mit Katrin Scholz auf unserem Hundeplatz entschloss ich mich dazu mit unserer Hündin Wilma teilzunehmen. Mit unserem Rüden Timmy lief in letzter Zeit alles recht gut und Wilma war von Anfang an unser Sorgenkind, ängstlich, nervös, fast nicht stubenrein zu bekommen und trotzdem frech.

    Wilma stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie ihre ersten Lebensmonate auf der Straße verbracht hat. Als sie zu uns kam, verkroch sie sich unter den Esstisch und knurrte jeden an, der in die Nähe kam. Das legte sich zwar nach einigen Tagen aber es war offensichtlich, dass wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns hatten. Draußen beim Gassi war alles in Ordnung, im Haus dagegen war Wilma ein Nervenbündel. Sie hatte keine Ahnung wie sie sich verhalten sollte und war einerseits neugierig und auch frech, zuckte aber andererseits sofort zusammen, wenn sich jemand bewegt hat. Ich schaffte es einfach nicht ihr die nötige Sicherheit zu geben. Meine Hoffnung, dass aus unserer Wilma irgendwann vielleicht sogar einmal ein Sporthund werden würde, war also eher gering. Aber weil die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, meldete ich Wilma und mich an.

    Gesagt, getan. Am Samstag morgen fuhr ich gespannt und mit meiner Wilma im Gepäck auf unseren Hundeplatz.
    Los ging's – selbstverständlich nach einem Frühstück – mit einem Theorieteil, in dem der Begriff Konsequenz definiert wurde, die Differenzierung zwischen Korrektur und Strafe erklärt wurde, wie eine Korrektur aussehen sollte, wie man loben sollte und die technische Stimme erläutert wurde. Beim anschließenden Praxisteil übten wir mit unserer Stimme zu korrigieren und zu loben. Ich denke, nicht nur mir ist aufgefallen, dass man sich selbst und seine Stimme ganz anders wahrnimmt als sie für den Hund oftmals klingt. Man meint, der Unterschied zwischen Lob und Korrektur sei absolut eindeutig, aber erst wenn man wirklich explizit eine Übung zu diesem Thema macht, fällt einem auf, dass sich die Tonlage bei „Fein“ und „Nein“ doch kaum unterscheidet...

    Nach dem Mittagessen ging es weiter mit der Unterscheidung zwischen Kommandos und Semi-Kommandos und deren Integration in den Alltag. Bei der darauf folgenden Praxisübung beschlich mich schon der leise Verdacht, dass meine Wilma vielleicht doch nicht immer so ängstlich ist, wie sie gerne tut und ich muss zugeben, dass sich im Laufe dieses Nachmittags immer mehr herausstellte, dass ich zwar einen sehr unsicheren Hund habe, dass dieser aber auch richtig dominante Seiten hat und meine Art, ihn in Watte zu packen richtig ausnutzt. Diese Erkenntnis stellte wirklich mein gesamtes Bild, das ich bisher von Wilma hatte, auf den Kopf. Ich hatte also Einiges zum Nach- und Überdenken an diesem Samstagabend mit nach Hause genommen.

    Am Sonntag morgen ging es mit der Besprechung unserer Hausaufgabe los. Es wurden Themen zur Erziehung im Alltag, wie z.B. Schleppleinentraining und Rappeldosentraining, angesprochen. Danach ging es wieder zur praktischen Übung auf den Hundeplatz. Und auch diesmal und beim Training der Leinenführigkeit am Nachmittag zeigte sich wieder Wilmas Dominanz. Ich konnte es gar nicht fassen, dass mein kleiner, nervöser und ängstlicher Hund sich so gegen meine Befehle wehrte. Bisher hatte ich einfach kaum etwas von ihr verlangt, weil ich der Meinung war, dass ich sie nicht überfordern sollte. Und nun das. Kaum erwartet man etwas von ihr, zeigt sie einem die kalte Schulter und sagt 'mit mir nicht'.
    Da ich aber nicht die Einzige bin, die zu dieser Einsicht gelangt ist und von jetzt an ihren Hund mit anderen Augen sieht, ist Katrin beim abschließenden Theorieteil auf die Regeln für das tägliche Miteinander eingegangen. So haben wir einen Leitfaden mit auf den Weg bekommen, der uns helfen wird unserem Hund den Platz zu zu weisen, den er in der Familie einnehmen sollte.
    Abschließend möchte ich sagen, dass sich meine Beziehung zu unseren Hunden stark verändert hat. Ich habe verstanden, dass ich den beiden keinen Gefallen tue, wenn ich meiner Rolle als Rudelführer nicht nachkomme und dass für ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund meine Konsequenz das Entscheidenste ist. Ich weiß jetzt, dass gerade die unsichere Wilma eine souveräne Führung benötigt und in diesem Fall ein gleichberechtigtes Nebeneinander wie in einer Wohngemeinschaft nicht gefragt ist.
    Ich bemühe mich sehr Katrins Führungs- und Erziehungskonzept im Alltag konsequent umzusetzen und bemerke bei Wilma schon erste kleine Erfolge . :-)
    Für diese Erkenntnisse bin ich Katrin sehr dankbar. Ich freue ich schon auf das nächste Seminar bei ihr und hoffe, dass ich ihr bis dahin eine wesentlich ruhigere Wilma präsentieren kann, die weiß wo ihr Platz in unserer Familie ist und was von ihr erwartet wird.

  • Adonis, (k)ein Hund für's Tierheim?!
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    Katrin, du hast am Wochenende meine bisher heile Welt zerstört.

    Auf eine brutale, effektive Art und Weise.

    Spätestens am Sonntagnachmittag war ich dermaßen frustriert und enttäuscht und sogar ein wenig Hoffnungslosigkeit hat sich in mein Gefühlsleben eingeschlichen. Ich bin in Gedanken, die teilweise einerseits von stolz über Mutlosigkeit bis hin zu Verzweiflung hin und her sprangen.

    Ich habe Adonis schon als „Abgabehund“ im Tierheim o.ä. gesehen.

    Letztendlich hat wohl einerseits der Ehrgeiz (jetzt erst recht!!!) und andererseits das jetzige Verhalten von Adonis mir einen großen Anschub gegeben.
    Was hat sich seit Sonntagnachmittag verändert?

    Ich führe die Kommandos so konsequent durch, wie ich es bei Dir gelernt habe.

    Ich wiederhole keine Kommandos, sondern setze sie rigoros durch. Selbst geringste Abweichungen werden von mir geahndet – nicht durch Schläge o.ä., sondern durch den GS-Griff (der kaum noch mit Knurren quittiert wird) oder auch in einem Fall durch den Schulterwurf (der zwar durch Knurren, aber laaaaange nicht mehr so aggressiv und eher überrascht kommentiert wurde)

    Mein Hund geht vom ersten Kommando „Fuss“ so lange bei Fuss, bis ich es aufhebe. Ich bin vorher schier verzweifelt, wie ich ihm „beibringen“ könnte das „Sitz“ oder das „Platz“ aus der Bewegung auszuführen: Er macht es! Ohne Hilfestellung, ohne murren, ohne zögerliches Hinsetzen oder –legen – er macht es.
    Er ist selbst bei freiem Lauf (ohne Leine beim lockeren Spazierengehen) dermassen aufmerksam; er behält mich immer im Auge bzw. rückversichert sich, das ich in seiner Nähe bin bzw. er in meiner fast unmittelbaren Nähe bleibt.

    Er ist beim Gassi jetzt eher hinter mir anstatt meterweit vor mir herzulaufen.

    Wenn ich stehen bleibe, kommt er zurück und setzt sich neben mich. Ich denke er unterscheidet dabei sogar ob das Kommando „Fuss“ gegeben wird (dann klebt er mir am Knie) oder ob ich nix sage und er sitzt in einem Abstand (max. ½ m).

    Gut, es klappt noch nicht soooo 100%ig. Er kommt z.B. zurück und stellt sich neben mich, aber dann drücke ich ihn eben mit GS runter. Aber es wird. Schneller als erwartet.

    Früher, wenn ich lange Gassirunden gemacht habe und es überkam mich ein menschliches Bedürfnis (als Mann hat man es da leichter) und ich habe „markiert“, kam er an- schnüffelte und leckte *würg* die Stelle und markierte drüber.
    Jetzt meidet er die Stelle, als ob er meine Markierung akzeptiere und nicht in Frage stellt.

    Als meine Frau am Sonntag abend ins Büro kam, rief sie ihn zu sich (Gott sei Dank hat sie das Vertrauen in ihn nicht verloren). Er kam dann zu ihr, lies sich streicheln und legte ihr aber die Pfote aufs Bein. Daraufhin habe ich ihn quasi am Kragen gepackt und rausgeworfen. Er begleitete das mit einem widerwilligen Knurren, blieb aber draussen (Meine Frau war sauer das ich den armen Bub so hart anfasste). Gestern abend gleiche Situation und ich warf ihn raus – Knurren wurde schon weniger, aber die Ohren blieben schon eine zeitlang hinten und er sah mich aus dem Flur richtig bedröppelt an.

    In solchen Situationen tut er mir dann schon wieder leid.

    Allerdings, wenn ich bedenke, was sich allein in der kurzen Zeit getan hat, denke ich schon das aus Adonis doch noch auch ein Familienhund werden kann.

    Nicht von jetzt auf Gleich aber ich glaube auch das ich auf dem richtigen Weg bin.

    Es würde mir das Herz brechen, den Prachtburschen hergeben zu müssen.
    Im Moment bin ich natürlich noch unsicher, wie ich mich künftig draussen verhalten soll.

    Kann ich ihn mit seinen alten Spielkameraden noch so unbekümmert spielen lassen?
    Kann ich ihn weiter zu seinen bekannten Menschen lassen und ihn gefahrlos streicheln lassen?
    Er hat die Erwachsenen und Jugendlichen immer „toleriert“ und sich anfassen und streicheln lassen. Natürlich bin ich vorsichtig aber ich möchte auch nicht überreagieren.


    Du kannst Dir nicht vorstellen wie dankbar ich euch für diese Wochenende bin.

    Eigentlich ist dies m.E. ein Wochen- und kein Wochenende-Seminar.
    Es bleiben so viele Fragen unbeantwortet, die Praxis kommt zu kurz und die Theorie geht nur im Schnelldurchlauf, da wird man geistig schnell „überfüttert“.

    Ich zumindest werde auf diesem Wege bleiben und ggfs. nochmals das ein oder andere Seminar oder Schulung dran hängen, sofern es mir meine Arbeit erlaubt.


    Bis dahin wünsche ich Dir und Deinem Team weiter sehr viel Erfolg und weitere viele einsichtige Hundehalter.

  • Das Problem mit Fay - Die Lösung mit Katrin
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    Was haben wir nicht alles versucht mit unserer Fay? Nichts hat sich positiv geändert. Fay wurde immer aggressiver und jeder wusste um was für eine Aggression es sich gehandelt hat. Doch weswegen, gegen wen und was? Dafür hatte jeder Trainer, den wir befragt und konsultiert haben eine andere Antwort. Und warum beißt sie immer denjenigen, der sie an der Leine führt?

    Bis vor kurzem hatten wir auf die Fragen keine für uns befriedigende Antwort, geschweige denn eine Lösung. Unsere letzte Lösung hieß nun Tierarzt – der sollte sie einschläfern, weil es immer schlimmer und unsere Bissnarben immer mehr wurden.

    Dann kam der Tag an dem Katrin Scholz bei uns auf dem Hundeplatz das Seminar „Konsequent sein, Konsequent handeln“ abhielt. Hierzu habe ich am zweiten Tag Fay mitgenommen. Katrin hat sie sich angeschaut und uns ziemlich schnell klargemacht, dass es sich bei Fay um eine Dominanzaggression handelt. Hiermit konnten wir nun endlich was anfangen, das klang absolut plausibel – hat die Sache aber nicht einfacher gemacht, da wir uns eingestehen mussten, dass wir der Auslöser sind, indem wir ihr zuviel „durchgehen lassen“. D.h. Fay beißt, sobald sie zu etwas gedrängt wird oder von etwas abgehalten wird.

    Nach einem Gespräch mit Katrin hatten wir Hoffnung, dass wir das einigermaßen in den Griff bekommen könnten.
    Gleich am nächsten Wochenende haben wir Fay (schweren Herzens – obwohl sie eine Hexe ist), in einen „Erziehungsurlaub“ zu Katrin gebracht, die uns bei einem ganz langen Treffen genau erklärt hat, was sie tun und wie sie vorgehen wird. An diesem Tag wurde klar, dass wir auch ganz arg an uns arbeiten und dem Hund gegenüber viel ändern mussten. Und anfangen wollten wir gleich mit unserem zweiten Hund Ace, sobald wir nach Hause kommen würden.
    Bepackt mit Hausaufgaben und 15 Hausstandsregeln, aber mit der Zuversicht der Besserung von Fay sind wir ohne sie nach Hause gefahren und haben taggleich angefangen mit Ace die Sachen auch zu trainieren.
    Am Abend habe ich mit Katrin telefoniert und ganz ungläubig gefragt, warum die Einhaltung der Hausstandsregeln bei Ace sofort umgesetzt werden konnte. Mir war das ungeheuerlich. Katrins Antwort aber lautete: „… ihr wart konsequent und das akzeptiert der Hund…“.

    In den nächsten 2 Wochen haben wir fast täglich mit Katrin telefoniert und davon erfahren, dass sie und ihre Trainer einige blaue Flecken von Fay’s Maulkorb hinter sich haben. Dann endlich konnten wir Fay wieder abholen, weil Katrin keine Situation mehr herbeiführen konnte, in der Fay austickt – unglaublich!
    Bei der Übergabe hat uns Katrin Fay vorgeführt (wir durften uns auch nicht freuen sie zu sehen, sondern nur ein kleines Hallo war uns gestattet). Alles war super, keinerlei Aggression, keine Gegenwehr – egal was kam und passierte. Dann habe ich Fay von Katrin übernommen und was macht das „Miststück;-)“ ?? Sie dominiert mich und verweigert. Aber dank der sofortigen Tipps von Katrin hat Fay das genau 1 Minute versucht, um dann zu merken, dass auch bei uns andere Zeiten angebrochen sind. Ab da lief es wunderbar, weil Katrin auch uns ganz schön rangenommen hat und bei uns keine Schwächen zugelassen hat.

    Frohen Mutes und voller Glück, weil wir Fay behalten würden sind wir nach Hause gefahren, mit dem Ziel absolut konsequent zu sein – was wir bis heute auch meistens schaffen ;-)
    Wir haben dann nochmals einen Tag bei Katrin verbracht um das „Gelernte“ zu festigen und wiederholt unter Anleitung zu üben.
    Nun sind wir sind so froh, dass wir wieder Lebensqualität zurückbekommen haben und uns auch trauen mit Fay jede Situation zu durchlaufen – auch solche, wo viele Hunde zusammen sind.
    Natürlich läuft Fay draußen aus Vorsicht uns gegenüber immer noch mit Maulkorb – wir sind uns dessen bewusst, dass sich dies nicht so schnell ändern wird – aber dadurch können wir konsequent durchgreifen, sollte mal wieder eine Situation kommen, in der sie austickt. Und was wir bis heute immer noch haben, das sind an allen Ausgangstüren Katrins 15 Hausstandsregeln aufgeklebt. Unsere bedingungslose Konsequenz ist der einzige Schlüssel zum Erfolg und daran arbeiten wir jeden Tag so gut es geht. Fay sucht auch jetzt nach fast 1 Jahr noch immer jedes Schlupfloch und nutzt auch jede Schwäche sofort aus, indem sie versucht wieder das alte Schema herbeizuführen – merkt aber schnell, dass sie nicht weit damit kommt.

    So banal es auch klingt, aber wir haben über 4 Jahre schwere Zeiten durchgemacht und eine Woche bei Katrin hat die Änderung gebracht.

    Wir verdanken Katrin, dass wir einen Hund haben mit dem wir wieder gerne leben wollen und können. Ohne Katrin wäre Fay heute nicht mehr bei uns. Ohne sie hätten wir das nicht hinbekommen.

    Danke von den beiden Zweibeinern Ellen und Michael sowie von den beiden Vierbeinern Fay und Ace.

  • Hakon - vom "rüpelhaften Macho" zum zuverlässigen Begleithund

    Hallo Katrin

    Ich möchte mich bei Dir, Eva, und Deinem ganzen Team ganz herzlich bedanken, wobei „Danke“ sagen eigentlich viel zu wenig ist.

    Im November 2010 haben wir uns das erste Mal getroffen. Dabei hast Du eine Familie kennengelernt, die mit der Erziehung ihres Hundes (einem damals 7 Jahre alten Hovawart-Rüden) überfordert war.

    Wir präsentierten Dir einen rüpelhaften Macho, der uns dominierte wo er nur konnte (ohne dass wir es merkten). Kam Besuch, musste der Hund weggesperrt werden, in die Stadt konnte man ihn überhaupt nicht mitnehmen, Konfrontation mit anderen Hunden machte selbst die Spaziergänge zum Spießrutenlauf und das Begrüßen von Freunden wurde unterbunden, weil Hakon schon im Abstand von 5 m Distanz durchstartete. So konnte das nicht weitergehen.

    Da Hakon nicht unser erster Hund ist, dachte ich (bis dahin), dass ich ein kleines bisschen Ahnung von Hundeerziehung habe. Deine Erziehungskurse haben mich sehr schnell eines besseren belehrt.

    Zu allen Regeln hast Du uns einleuchtende Erklärungen gegeben. Die Umsetzung Deiner Vorgaben war nicht immer einfach, aber wir haben sehr schnell erkannt, dass es funktioniert.
    Angefangen von den „Hausstandsregeln“ über die Futtergabe bis zum Spaziergang, konnten wir schnell feststellen, dass nicht nur bei uns, sondern auch bei Hakon eine positive Veränderung spürbar war.

    Deine Seminare habe ich auch sehr gerne besucht (werde ich auch weiterhin). Durch diese Seminare und das Treffen mit anderen Hundeführern ist mir erst richtig bewusst geworden, dass ich nicht die Einzige bin, die Probleme mit der Erziehung ihres Hundes hat. Die Seminare sind unglaublich informativ, man erkennt sich ständig wieder und Du hast eine Art und Weise Deine Erfahrung zu vermitteln, dass wir uns oft genug die Bäuche vor Lachen halten mussten.

    Gerade zu Beginn Deiner Hundkurse war ich oft den Tränen nah, war vollkommen überfordert und wusste nicht mehr weiter, weil ich keine Besserung in seinem Verhalten erkennen konnte. Du und Dein Team, ihr habt mir immer wieder Mut gemacht, mich aufgebaut und davon überzeugt dran zu bleiben und weiter zu machen. Mittlerweile sind die Spaziergänge ausgesprochen entspannend, Hakon kann frei laufen (war vorher undenkbar), Konfrontation mit anderen Hunden führt nicht mehr zu Herzattacken, und in der Stadt verhält er sich ruhig und gelassen. Wir haben viel gelernt, werden unsere Übungen auf jeden Fall weitermachen und am Ball bleiben.

    Unter Deiner Anleitung und durch Deine Unterstützung haben wir im Dezember 2011 die Begleithundeprüfung bestanden. Davon hätte ich niemals zu träumen gewagt.
    Will sagen, in nur 13 Monaten hast Du aus einem unkoordinierten Haufen ein gut eingespieltes Team gemacht, was sich sehen lassen kann und nicht mehr unangenehm auffällt.

    Durch die Hundeerziehung habe ich aber noch etwas anderes von Dir gelernt.

    Bei allem was man macht ist Konsequenz und Durchhaltevermögen gefragt. Weitermachen, nicht aufgeben, immer dranbleiben, dann schafft man auch die nächste Hürde.
    Dafür möchte ich Dir danken.

    Vielen Dank für Deine Hilfe, sagen

    Susanne & Hakon

  • Woody - ein "gefährlicher" Hund?
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    Hallo Katrin "Mütze" Scholz,

    wir, Sven, Uschi und Woody, möchten uns mal ganz ganz herzlich bei Dir bedanken, denn Du hast uns die "Sonne" ins Leben zurück geholt.
    Denn durch Deine großartige Hilfe und das viele Training haben wir es geschafft, dass Woody bei uns bleiben darf, denn du hast etwas geschafft, wo andere Trainer gescheitert sind.
    Und das ganz ohne Gewalt, das finde ich suuuuuper.

    Denn bei dem einen Trainer hieß es, wenn der Hund nicht hört, zieht ihm die Leine über, das haben wir 9 Monate gemacht und dann hat es mir gereicht, ich habe nur noch unter Beruhigungsmitteln zum Training fahren können, also haben wir abgebrochen.
    Beim zweiten Trainer war es dann so, dass wir in die Hundegrundschule sind, aber nur abseits trainieren dürfen und da unser netter Trainer dann auch noch zum Odnungsamt ist und meinte: "Also der Hund ist echt gefährlich, ich weiß nicht was ich mit dem machen soll!". Da dachten wir: "Okay, das war's", denn dann stand der Wesenstest an. Doch dann hat uns ein Ehepaar aus unserem Hundeverein den Tipp gegeben: fahrt mal nach Gießen, ich hab' da eine Adresse von einer "Hundeforscherin", die bring ich Euch mal mit.

    Das war im Dezember 2011. So und jetzt geht es Berg auf, denn dann kamst Du, Katrin, am 18.01.2012 haben wir uns kennen gelernt, und wir hatten wieder Hoffnung, dass wir Woody doch noch behalten dürfen. Dank Deiner großartigen Hilfe, Deines Wissens und Deiner Geduld haben wir nach viel Schweiß und Trainingsstunden bei Dir den Wesenstest am 17.02.2012 bestanden!
    Wir sind Dir so dankbar, wir haben an diesem Tag eins uns so gefreut als wir das geschafft haben, dass wir Rotz und Wasser geheult haben.
    Da wir jetzt bei Dir weiter im Training sind, bringt uns total viel denn der Woody wird egal wo er mit hingeht nur gelobt. "Das ist ja so ein lieber Hund!", selbst unser Tierarzt konnte nicht glauben, dass das der selbe Hund ist und hat beim letzten Besuch 3 mal die Chip-Nummer verglichen... und er war's.
    Das haben wir alles Dir zu verdanken, also nochmal vielen vielen Dank. Denn jetzt ist Woody unser Sonnenschein!

    Vielen Dank,
    Sven, Uschi und Sonnenschein Woody

  • …und dann kam Attila
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    Nach 25 problemlosen Jahren Hundehaltung mit 3 Boxerhündinnen kam im September 2009 der einzige Welpe unserer Hündin Apachi zur Welt. Ein kleiner Rüde. Von dem wir uns einfach nicht trennen konnten.
    Doch was dann kam, darauf waren wir nicht vorbereitet. Attila entwickelte mit zunehmendem Alter eine immer ausgeprägtere Leinenaggression, die uns total überraschte, überforderte und schließlich darin endete, dass wir nur noch Angst vor Hunde- und anfänglich auch Menschenkontakten hatten. Und Angst ist ein schlechter Berater. Unsere Angst verstärkte sein Verhalten, sodass wir jedem Kontakt aus dem Weg gingen. Oder es zumindest versuchten.
    Diverse Hundeschulen-, kurse und trainer brachten keinen Erfolg. Wir waren todunglücklich und ziemlich isoliert, da wir auch kaum noch jemanden zu uns einluden.
    Keiner war in der Lage, uns das nötige Handwerkszeug zu geben, diesen jungen Wilden zu kontrollieren.
    Durch einen sehr, sehr glücklichen Zufall stieß ich auf Katrins Homepage. Das war ein Wink des Schicksals. Wir entschlossen uns, es noch einmal mit ihrer professionellen Hilfe zu versuchen. Und die Hilfe war sehr professionell. Katrin brachte erst einmal Ordnung in unser häusliches Umfeld. Denn wie sagt sie so schön: "Was zuhause nicht funktioniert, kann draußen nicht gelingen".
    Heute bleibt Attila auf seinem Platz, egal wer kommt. Er freut sich riesig, wenn er dann nach einiger Zeit den Besuch begrüßen darf. Das ist jetzt alles wunderbar entspannt.
    Nach draußen gehen wir ohne Angst, auch wenn Attila anderen Hunden gegenüber immer noch nicht ganz entspannt ist. Wir wissen jetzt, wie wir ihn unter Kontrolle bekommen und das ist sehr hilfreich. Wir werden weiter daran arbeiten, auch noch die letzten "Unbeherrschtheiten" in den Griff zu bekommen. Mit Katrins Hilfe werden wir das schaffen. Wir sind jedenfalls sehr froh, Katrin begegnet zu sein und danken ihr von ganzem Herzen für die bisher geleistete Arbeit.
    Und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in Kursen oder Seminaren.
    Ganz liebe Grüße
    von Karin und Peter mit Apachi und Attila

Feedback:

Vielen Dank nochmals für das tolle Seminar! Wir haben alle eine Menge gelernt und ich hoffe, dass das auch in die Tat umgesetzt werden wird, ich achte darauf ))
Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Seminar bei uns gewesen sein, wir sehen uns wieder!Heidrun Franke
Ich hatte mich unheimlich auf das Seminarwochenende gefreut und in meinen kühnsten Träumen nicht das erhofft, was ich dort gelernt habe. Die absolute Kompetenz, verbunden mit durchdachtem Aufbau von Theorie und Praxis, dazu der Spaß und Einsatz bei der Arbeit mit uns und unseren Tieren haben mich schwer beeindruckt. Nach einer riesigen Flut von Informationen gehen immer mehr Lampen in meinem Kopf an und schon kann ich mit Gelassenheit und Freude mit meinem Hutch an die Arbeit gehen, die Erfolge lassen auch gar nicht auf sich warten. Ich muss sagen: Respekt und vielen Dank für eure Arbeit!Bärbel Speck-Betz
Wir wollten uns hier für das super Seminar bei Petra und Dieter Hartmann am 26. und 27. Juni bedanken. Uns ist in vielen Punkten nicht nur ein Licht aufgegangen sondern eher ein 10000 Watt Strahler. Dank deiner Hilfe und Erfahrung sind wir in den letzten 4 Wochen super Fortschritte gemacht, das selbst Petra gelegentlich sprachlos ist. Wir sagen danke und freuen uns auf Dich im August zum Rudel-Seminar! Wir empfehlen Dich weiter!Sandra und Toby mit Gismore
Danke nochmal für das tolle Wochenende... Shyla und ich waren am nächsten Tag noch platt...aaaaaaber, mein Problem mit Bärlie scheint sich so langsam in Luft aufzulösen. Fazit daraus...auch als erfahrene Hundehalterin lernt man nicht aus und muss feststellen wie "inkonsequent" man ist. Tja, wie so oft liegt der Fehler beim Halter und nicht beim Hund...wie war das nochmal mit der Selbstkritik?
Simple kleine Handgriffe und siehe da es funktioniert.Simone
Auch wenn ich es Dir schon persönlich gesagt habe, hier nochmals offiziell ein großes Dankeschön für das Seminar am letzten Wochenende bei uns im Gemmrigheim.
Es hat nicht nur mir um einiges weitergeholfen und die Augen fürs Wesentliche geöffnet.Ellen
Liebe Katrin,liebes Team,
vielen Dank für das super Seminar. Hatten schon nach dem Wochenende einen anderen Hund. Oder der Hund andere Herrchen
Es hat uns richtig viel gebracht und wir arbeiten täglich an unseren Hausaufgaben.
Wir freuen uns schon auf das nächste Seminar mit hoffentlich ebenso tollen Teilnehmern.
Ausführlicher Bericht wird folgen.
Ihr seid ein tolles Team, dass wir jedem weiterempfehlen werden.Patryk
Hallo Katrin,
für das hervorragende Seminar bei Euch in Pohlheim möchte ich mich bei Dir und Deinem Super-Team herzlich bedanken.
Wahnsinnig viel Input in zwei Tagen (und Nächten, einschließlich Hausaufgabe!!) und das logisch im Theorieteil und anschaulich im Praxisteil erklärt, alle Achtung!!! Wenn nur die Hälfte davon bei mir hängen bleibt, bin ich schon zufrieden (die andere Hälfte speicher ich dann beim nächsten Seminar, hi, hi)Maria Overhoff